Schreiadler im Raum Gransee

Wir schützen die letzten Reviere des Schreiadlers in Brandenburg


Strukturreiches Offenland mit Kleingewässern - bevorzugtes Jagdhabitat des Schreiadlers, Foto: T. Disselhoff
Strukturreiches Offenland mit Kleingewässern - bevorzugtes Jagdhabitat des Schreiadlers, Foto: T. Disselhoff

Der Schreiadler (Aquila pomarina) ist Deutschlands kleinste und die am stärksten bedrohte Adlerart. Nur noch etwa 100 Paare brüten in Deutschland, davon rund 10 in Brandenburg. Im EU-Vogelschutzgebiet „Obere Havelniederung“, mitten in unserem Verbandsgebiet, liegen einige dieser letzten Brutvorkommen des Schreiadlers in Brandenburg.

 

Unsere Schreiadler leiden unter sich verschlechternden Bedingungen der Brutwälder und ihrerJagdhabitate in angrenzenden Offenlandflächen,  durch die sich intensivierende Landnutzung (großflächiger Spargelanbau unter Folie, Anbau von Mais und Raps anstelle von Getreide, Umbruch von Grünland und Verlust von Brachen). Auch das Austrocknen von Kleingewässern mitsamt des umliegenden Feuchtgrünlands verringert das Nahrungsangebot der Adler.


Um die verbliebenden Nahrungsflächen aufzuwerten, sichern wir die wichtigsten Grünlandflächen in den Schreiadlerrevieren und optimieren diese naturschutzfachlich, z.B. indem wir Wasserstände anheben, Kleingewässer renaturieren und die Landnutzung anpassen. Dabei arbeiten wir mit Grundeigentümern und Landwirten zusammen, denen der Schutz "ihrer" Adler am Herzen liegt - unseren Adlerfreunden:


Unsere Aktivitäten für den Schreiadler werden großzügig gefördert durch die Heinz Sielmann Stiftung, den NaturSchutzFonds Brandenburg und das Programm "Natürliches Erbe" des Landes Brandenburg.